Vierzehntes Capitel. Zum Lebewohl.
Der ſchmerzliche Accord, der durch unſre ernſter tönende Erzählung fährt, lautete:
„O es iſt wol eine der herbſten Entbehrungen, Helene, die ſich der Menſch auferlegen kann, wenn er ſich dem Arme der Liebe entwindet. Ich habe lange gerungen, mich von den grauen und düſtren Vorſtel⸗ lungen, die mein Gemüth umſchatteten, zu befreien. Ich kann nicht anders; ich bin den finſtern Mächten der Ueberlegung verfallen und was ich auch beginne, mich wiederaufzuſchwingen zu einem großen, vorur⸗ theilsloſen, freien Blicke über das Leben hin, ich kann es nicht. Ich erfülle mein Schickſal.
Was mich zu dir führte, geliebte Helene, hab' ich oft dankend geſtammelt. Es war nicht deine Schön⸗ heit allein, nicht die Güte deines Herzens, die ſorg— ſame Liebe und Sorgfalt, ja leidenſchaftliche Vergöt⸗ terung Deſſen, was du einmal in das Heiligthum


