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Freund muß Sie ſprechen! Es ſind Wunderdinge ge— ſchehen. Oeffnen Sie, Gräfin!
In der That hörte er die Gräfin gehen. Sie er⸗ hob ſich. Er hörte ihr Kleid rauſchen. Sie ſchloß auf.
Wie er eintrat, ſah er eine Jammergeſtalt. Die Wangen der ſchönen Frau waren wie grau. Die Augen erloſchen. Die Hände ſchlaff herabhängend. Er faßte die Rechte, ſie zu küſſen. Sie war eiskalt.
Aber, was iſt Das? rief er. Gräfin! Ich komme, um Ihnen zu ſagen, daß von morgen, vielleicht ſchon von heute an der Fürſt von allen ſeinen Umgebungen gänzlich verlaſſen iſt. Er wird Miniſter. Das iſt wahr. Aber die Stunden der Muße, der Erholung, deren er nur zu ſehr bedarf, werden unverkürzt Ihnen gehören. Wieweit ſind Sie?
Statt aller Antwort gab Helene dem Sprecher einen Brief.
Es war dieſelbe Handſchrift wie die, die er eben an Louis gerichtet geſehen hatte. Egon ſchrieb an die Gräfin eine Entſcheidung ihres Schickſals.


