Teil eines Werkes 
6. Bd. (1851)
Entstehung
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dem günſtigſten Erfolge unterzöge. Helene hatte er ſeit vorgeſtern früh nicht geſehen. Er hoffte, ſie mit der Ausſicht, daß der Bund, der ſich um Egon ge⸗ bildet hatte, zerſprengt, zerſtreut, entfernt war, auf's angenehmſte zu überraſchen, und nun hörte er, daß ſie weine, krank wäre, ihn abweiſe und ſich ſchon wieder eingeſchloſſen hätte!

Eine längere Ungewißheit ertrug er nicht. Er⸗ näherte ſich der verſchloſſenen Thür und lauſchte. Es war ihm, als hörte er weinen.

Um des Himmels Willen, dachte er, was hat die Gräfin vor! Was iſt geſchehen?

Er öffnete leiſe das Metallplättchen über dem Schlüſſelloch. Die Bedienten, denen der Zuſtand ih⸗ rer ſonſt ſo gutmüthigen und freundlichen Herrin Be⸗ ſorgniſſe einflößte, unterſtützten ihn in ſeinem Beginnen.

Er konnte Helenen nicht ſehen. Der Schlüſſel, der von innen ſteckte, verhinderte es.

Aber deutlich hörte er, daß ſie weinte und mit den Zähnen klapperte wie eine Fieberkranke.

Jetzt hielt er ſich nicht länger. Er klopfte.

Helene antwortete nicht.

Er klopfte ſtärker und rief durch das Schlüſſelloch:

Beſte, theuerſte Freundin, was beginnen Sie! Laſſen Sie mich hinein, Ihr wärmſter, aufrichtigſter