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mit den Damen, unter deren Ruf Ihr leidet und die Euch ſterben, wenn ſie Euch Geld gekoſtet haben. Auf Wiederſehen, Murray! Lebt wohl, alter Freund!
Der lange, zudringliche Mann entließ Murray ſchein⸗ bar wie ſeinen beſten Freund.
Murray ging und ſeufzte über die verwilderte Phan⸗ taſie eines Schurken, der nicht im Stande war, irgend noch ein Verhältniß rein und ſittlich aufzufaſſen.
Das Entzücken, in dem Rafflard über die freie Bahn, die ſich nun zwiſchen ihm, Egon und Helene d'Azimont eröffnete, ſollte aber nicht lange währen. Er ſollte bald kennen lernen, daß Egon einer jener Menſchen war, die über jede Berechnung hinauswach— ſen. Kein Maßſtab paßt auf Individuen ſo flugſchnel⸗ ler Entwickelung.
Wie der Jeſuit die Bedienten nach der Gräfin fragte, wie man ihm ſagte, ſie wäre zwar ſoeben von ihrer Spazierfahrt zurückgekommen, hätte aber vom Fürſten Egon einen Brief erhalten und ſich eingeſchloſſen, wußte er, ohnehin noch erſchüttert, nicht, was er thun ſollte. Seit zwei Tagen hatte er ſie nicht geſprochen. Alle ſeine Pläne gingen ſo günſtig vorwärts. Er hatte der alten Gräfin nach Paris die beſten Verſicherungen ſchreiben können, daß er ſich ihrem Auftrage, eine Scheidung zwiſchen ihrem Sohne und Helenen zu befördern, mit


