Teil eines Werkes 
6. Bd. (1851)
Entstehung
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lieber auf ſeinen von den Aerzten für gewiß voraus⸗ geſagten Tod wartete, ſo ergriff ſie doch dieſe Idee ohne alle Rückſicht auf ihre Zukunft eben darum ſo lebendig, um dieſen ſogenannten Freunden ihres Freun⸗ des als Alleinherrſcherin über Egon zu imponiren und ſie durch einen Machtſpruch entweder als Untergebene ſich zu gewinnen oder ſie als Fürſtin von Hohenberg ganz entfernen zu können.

Dieſe vier Männer waren es, die in Egon die— jenige Flamme ſchürten, auf die Helene wie auf die Gunſtbezeugungen der ſchönſten Frau der Erde eifer⸗ ſüchtig war, die Flamme des Ehrgeizes. Ein Weib, das unter ſolchen Verhältniſſen liebt wie Helene d'Azimont, wird niemals ertragen können, daß ſich der Gegenſtand ihrer Liebe theilt. Nur die Liebe, die die Sitte heiligt, erträgt im Mann den Außblick zu einem großen Berufe und jene getheilte Stimmung, die immer im Gefolge eines Wirkens für die Welt ſein wird. Die ſittenreine Liebe erfaßt den ganzen Menſchen, nicht den ſinnlichen nur. Sie wächſt mit ſeinem Wachsthum empor. Sie ſchmiegt ſich wie der Epheu zu den Aeſten des Baumes hinan und folgt ihm bis in die Krone ſeiner Triebkraft. Der Ruhm iſt wol eine ſchöne Zugabe zu jedem Verhältniſſe zwi⸗ ſchen Mann und Weib. Aber der Ruhm will erwor⸗

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