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ſie in ihre Börſe griff, hatte es bis jetzt noch an den nothwendigen Mitteln nie gefehlt. Aber ſie blickte nicht einmal ſo weit hinaus! Sie war befriedigt, daß Raff⸗ lard einſah, ihre Liebe zu Egon wäre eine Nothwen⸗ digkeit, eine vom Gott der Götter, dem allbindenden Eros, vollendete Thatſache. Wenn ſie weinte, war Rafflard traurig. Wenn ſie hoffte, verklärte ſich auch ſein Blick. Was ſollte ſie da grübeln, denken? O Him⸗ mel, das Denken, das Vor und Nach war ihr ja das Peinlichſte! Nur fühlen mochte ſie, empfinden, verſchweben, wie ein Lichtatom in der Sonne ihrer Liebe, und Alles, das Höchſte, das Herrſchende war ihr der Moment.
So rückte Egon's Geneſung heran. Helene jubelte ihr entgegen wie dem erwachenden Frühling. Jeder, der ein grünes Blättchen der Hoffnung ihr vom Pa⸗ lais Hohenberg brachte, wurde königlich belohnt. Die Bedienten, die Wandſtabler's alle durften zu ihr ge— radezu hereintreten, wenn ſie nur zu melden hatten, daß der Prinz eine Stunde gut geſchlafen, eine Speiſe mit Appetit verzehrt hatte. Helene fuhr zu den Ita⸗ lienern, um Früchte, zu den Confiſeurs, um Näſche⸗ reien zu kaufen. Sie war ſo unkundig der wirklichen Gebrechlichkeit des Menſchen, daß ſie ſich einbildete, Ananas, Trauben, Melonen, alles Das müſſe er⸗


