Teil eines Werkes 
6. Bd. (1851)
Entstehung
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ſter abgibt, der über die Menſchheit als Seher, nicht als merkantiliſcher Buchhalter ſpricht.

Helene hatte nicht umhin können, dieſer Aeuße— rung des Jeſuiten einigen Beifall zu zollen. Sie war in der Literatur und den Zeitfragen nicht unbewan⸗ dert. Ihr Salon war in Paris artiſtiſch⸗literariſch. Ihr Tiſch war von aufgeſchnittenen und mit Leſezei⸗ chen gezierten Schriften nie frei. Weitläufig ließ ſie ſich aber auf eine Prüfung nicht ein und erwiderte auch hier von dem Standpunkte, der ihr näher lag:

Was wollen Sie denn aber in dieſem Norden? Was gibt es denn hier für Sie zu thun?

Rafflard hatte darauf geantwortet:

Wo fände ein Jeſuit nicht ein Feld ſeiner Thä⸗ tigkeit! Schicken Sie ihn nach Ceylon, nach Tom⸗ buktu, er findet Menſchen, Prieſter, Religionen, Staa⸗ ten. Wo Andere lehren, Andere glauben, hat auch ein Jeſuit zu thun. Wir wiſſen bei jedem Verhält⸗ niß ſogleich, wo wir Partei zu ergreifen haben, für wen, für was? Deutſchland fängt an, wie im Mit— telalter, wieder der Schwerpunkt Europas zu werden. Es iſt das Land, wo beide Principien, das römiſche und das proteſtantiſche, ſich die Wage halten. Die Verwirrung iſt groß. Es will ſich das proteſtantiſche Princip, das im dreißigjährigen Kriege wenn nicht

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