Teil eines Werkes 
6. Bd. (1851)
Entstehung
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Miſ⸗

13 unweſentlicher hinzu. War Rafflard in Paris und Enghien ſchon thätig, um Helenen und den Grafen zu entzweien, ſo ſetzte er nach der Flucht der jungen Frau dieſe ihm geſtellte Aufgabe mit Gewiſſenhaftig⸗ keit fort. Egon warnte Helenen vor Rafflard ſchon in Frankreich. Sie glaubte Spuren zu haben, daß Louis Armand damals in Enghien nicht ohne Ver— mittelung Rafflard's ſo grauſam ſtörend in ihr Glück eintrat. Sie fuhr ſchaudernd und ergrimmt auf, als man ihr nach ihrer Ankunft in Deutſchland dieſen Namen nannte, der in der Reſidenz anweſend, ohne Zweifel ihr gefolgt war und ſie nach allem Vorgefal— lenen eines Tages zu ſprechen wünſchen konnte. Wie aber gutmüthige Naturen— und eine ſolche war He⸗

lene bis auf einen gewiſſen Punkt im höchſten Grade—

einmal ſind, ſie faſſen die Menſchen immer nach ihrem augenblicklichen Bedürfniß. Klagen ſie mit dem Kla⸗

genden, ſo heißt es: Ich habe mich geirrt, er iſt gut,

er iſt wenigſtens beſſer, als ich dachte! Helene d'Azi⸗ mont hatte auch noch die Eigenſchaft gutmüthiger Cha⸗ raktere, daß ihr jedes Wiederſehen etwas Verſchönern⸗ des bot. Einem Menſchen, den man in der Heimat haßte, wird man in der Fremde nicht begegnen, ohne ſich zu denken: Wenn er dir hier, unter dieſem ſchö⸗ nen Himmelsſtrich, unter dieſen herrlichen Statuen,