12
man ihm die Thür gewieſen hatte, wagte er wiederzu kommen. Er wagte, Manchen ſogar an Menſchen zu empfehlen, die ihn verachteten. Gelehrte Kenntniſſe beſaß er nur oberflächlich. Aber vortrefflich ſprach er über Sachen, die dem Gelehrteſten oft unentwirrbar blieben, über Lebensverhältniſſe, Sitten⸗, Staatsbezie⸗ hungen. Da ihm Deutſchland, die Schweiz, ſelbſt Rußland bekannte Terrains waren, ſo imponirte er in Frankreich. Als Abbé St.⸗Dor ſtarb, ergriff er mit Freuden die Gelegenheit, ſeine eigentlich fortwährend bettelnde Exiſtenz zu ſichern, die ihm ſeit ſeinem aſthma tiſchen Huſten vollends Bedenken erregte. Er hatte ſchwören müſſen, die Ideen St.⸗Dor's zu verwirklichen. Es waren Dies mancherlei Aufgaben größerer oder ge⸗ ringerer Bedeutung. Eine derſelben lautete: die Hei⸗ rath zwiſchen Helene von Oſteggen und dem Grafen Deſiré d'Azimont zu löſen, das bedeutende Vermögen des Grafen zum Rückfall an die Mutter zu bringen und von dieſer es ſomit zuletzt dem Orden zuzuwen⸗ den. Dieſer Aufgabe unterzog ſich Rafflard mit dem ganzen Aufgebot ſeiner Energie. Es war ſeine Miſ ſion, ſein Unterhalt ſogar. Die übrigen Einwirkun gen, die er da und dort und bei ſeiner Sprachen gewandtheit auch in fernen Ländern auszuführen hatte, kamen zur Löſung dieſer Hauptaufgabe ergänzend, aber
zu el
Frau keit in d
Loui


