Teil eines Werkes 
6. Bd. (1851)
Entstehung
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Hand, um Erinnerungsblätter an ihre Egon⸗Liebe, die ſie zeichnete, an ihren egoiſtiſchen Egonismus, wie der witzhaſchende Heinrichſon dies Verhältniß nannte, zu einer größern Vollendung zu bringen.

Kümmerte ſich Helene während dieſer Trauer⸗ wochen um Niemanden, als wer ſie aufſuchte, ver ſchloß ſie ſich jeder Beziehung zu ihrer Schweſter Adele Wäſämskoi, die ſie ihres kleinen und engen Herzens wegen verachtete, zu Rudhard, der ihr ein läſtiger, gefühlstrockener Pedant war, ſo mußte es auffallen, daß ſie Sylveſter Rafflard nicht gleich das erſte mal, daß er ſich bei ihr melden ließ, abwies.

Helene glaubte ſonſt keinen größern Feind zu ha⸗ ben!. Von Oſteggen, dem Gute ihrer Aeltern, war dieſer Rafflard plötzlich entlaſſen worden; in Genf hatte er Urſache, Egon zu haſſen, den er ſpäter zu Paris in ihren Armen wiederſah. Die alte Gräfin d'Azimont, Helenen's Schwiegermutter, mit ihrem Ehr⸗ geize und ihrer weltverachtenden Bigoterie, hatte die Wahl ihres Sohnes ſchon damals gemisbilligt, als Graf Deſiré am Schwarzen Meere in Helenen eine Proteſtantin wählte. Welche Clauſeln wurden nicht alle in dem mit Paris über Berlin und Petersburg verhandelten Ehecontracte erfunden, um den Folgen dieſes Misverhältniſſes vorzubeugen! Anfangs nahm