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guſte zerſchmettert auf dem Straßenpflaſter lag und Franz mit einem Lichte drüber her leuchtete, und als ſie nachſahen, war es eine edle reine Geſtalt, die wie ein Engel ſchlummerte, ganz verklärt, ganz verändert, und ſie ſagte ſich: Das iſt ja Selma, aber mit En⸗ gelsflügeln! Ach! Sie ſchläft ſtill und ruht ſich von einem Leben aus, das ein ewiges Opfer war! Dazwiſchen dann hörte es Pauline deutlich von den Stadtthürmen herüber zehn, elf ſchlagen. Aber es ſchlug ſchon halb zwölf und ſie ſchlief noch nicht...
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Sie ſtand ungeduldig auf, machte wieder Licht, nahm Brauſepulver, wollte leſen und kleidete ſich an. 1 Kaum hatte ſie eine Weile in das erſte nahelie⸗ gende Buch geblickt, als es heftig an der Thür ſchellte, die von der Straße in den Vorgarten führte. Die Glocke war groß und es ſchellte mächtig. Pauline ging 4 an das Fenſter und ſah einen Mann an der Thür, der eben zum zweiten Male ſchellte. f Um zu ſehen, ob noch ihre Bedienung wach war, V 1 zog ſie ihre Glocke. 1 Lange dumpfe Stille... Der Mann, den ſie durch eine Ritze ihres halb⸗ geöffneten inneren Fenſterladens unterſcheiden konnte, ſchellte zum dritten Male. Sie zog wieder ihre Glocke. 8 1


