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wie Geſpenſter, aber rathloſe und ſelbſt furchtſame. Doch erſchien ihm dieſe Ludmer wie eine der Die⸗ nerinnen Hekate's bei ihren Zauberkünſten, wie eine der Heren Macbeth's. Es war ihm, als ſollte er in ſeine Zukunft ſehen und jenen Zauberſpiegel in die Hand nehmen, der ihm die Geſchichte ſeines Hauſes offenbarte.
Pauline ignorirte die zu Tode geängſtigte Freundin und führte Egon in ihr zweites Boudoir, das ge⸗ heime. Sie ſchloß einen Schrank auf und übergab nach mehrfacher Zögerung und erneuertem Andringen Egon's dem Prinzen endlich die Blätter. Dieſer er⸗ kannte die Handſchrift ſeiner Mutter, küßte ſie und ſagte zur Geheimräthin:
Alſo auf die Gefahr hin... Ihr Freund zu wer⸗ den! Gute Nacht!
Die Geheimräthin wiederholte lächelnd:
Auf die für mich angenehmere Gefahr hin... ſo⸗ gar mein Sklave zu ſein! Gute Nacht!
Der Prinz verſchwand. Bald hörte man Flüſtern von Stimmen vor dem Stacket, das Ueberſteigen ſei⸗ ner ungeduldigen Freunde, das Bellen angeketteter Hunde, das Sprechen, ſich Verſtändigen Egon's mit den Freunden, Lachen, Spotten, zuletzt das Rollen ſei— nes Wagens im feuchten, knirſchenden Kieſelſande..


