Teil eines Werkes 
5. Bd. (1851)
Entstehung
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229.

O, ſagte die Ludmer, die erſt eintrat, als der Wagen nicht mehr hörbar war, welche Scene! Welche Verblendung, Pauline! Welche Geſtändniſſe! Welche Gefahren! Das Haus war umringt! Wir müſſen in die Stadt ziehen. Man könnte uns hier ermorden...

Laß mich, antwortete Pauline und ſank erſchöpft auf eine Ottomane.

Nach einer Weile fügte ſie hinzu:

Nie traf es ſich, daß ich Egon ſah. Als ich den erſten Blick auf ihn geworfen hatte...o Gott! Welche Erinnerungen!

Mehr vermochte ſie nicht hervorzubringen. Die Ludmer verſtand, was ſie ſagen wollte und verſuchte ſie auf andre Gedanken zu bringen.

Ich riegelte zu, als ich Franz kommen hörte, ſagte ſie. Er war bei Auguſten und hat mir Schreckliches erzählt. Er kam dort gerade zur rechten Zeit...

Ehe das Mädchen am gebrochenen Herzen ſtarb, aus Verzweiflung, ſich von einem Ehrenmanne verſchmäht zu ſehen? ſagte Pauline mit einem Ausdruck, der die ganze Schwere der Gedanken bezeichnete, die auf ihrer Bruſt laſteten und ihr jetzt wirklich etwas Prophe⸗ tiſches gab.

Ehe ſie in's Narrenhaus gebracht wurde!l ſagte die Ludmer ruhig.

Die Nitter vom Geiſte. V. 34

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