Teil eines Werkes 
5. Bd. (1851)
Entstehung
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dieſe Schwäche an Geiſt gaben dieſe Büßerinnen, dieſe Cantatenſängerinnen für Stärke aus; Das for⸗ derte mich heraus. Ich warf ihnen den Handſchuh hin,„Amarantha“, die Allen galt, nicht nur Ihrer Mutter, auch meiner Schweſter, Allen, die empfind⸗ ſam wurden, weil ſie nicht mehr empfinden konnten...

Egon war zu ſcharfſichtig, dachte zu klar über ſeine Mutter, zu klar über Das, was er Alles in Genf erlebt hatte, um Paulinen von Harder nicht im Grunde der Seele Recht zu geben. Er ſah da eine leichtſinnige, aber ſtarkbegabte, ſehr merkwürdige Frau vor ſich, die ihm in dieſer aufrichtigen Buße, die ſie ſich durch ihre Geſtändniſſe auferlegte, ſogar ſchon eine gewiſſe Achtung abgewann..

Mein Prinz, fuhr Pauline fort, ich bin zu Ende. Eine andere Zeit iſt gekommen, neue Anſchauungen haben den Thron der alten umgeſtürzt. Wer glück⸗ lich noch ſein will, ſchließt ſich ab und ſehnt ſich nach Ruhe. Alle Welt ſprach von den hinterlaſſenen Denkwürdigkeiten Ihrer Mutter... ich wußte, daß ſie mich haßte. Ich mochte nicht, daß der letzte Reſt meines Lebens, der an Reue und Verdruß überreich iſt, noch verbittert werde durch die Enthüllung und Entweihung des Begrabenen. Zehn Jahre nach Ro⸗ dewald's Flucht heirathete ich Herrn von Harder,