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mein letzter Wille, noch meine heiligſte Lebensaufgabe, ſich dauernd vereinigen... Selma und Rodewald ſoll⸗
ten...
Egon hob ſein Haupt und erſtaunte über die Ver⸗ wirrung, die ſich Paulinen's plötzlich bemächtigte. Sie war ſchon längſt aufgeſtanden, athmete laut, machte einen Gang durch's Zimmer, rückte an den Seſſeln, warf ſich auf ein Canapé, drückte den Kopf auf ein Kiſſen und bat um eine Minute Zeit, ſich zu erholen.
Iſt Ihnen nicht wohl, gnäd'ge Frau? fragte er und wollte klingeln.
Nein, nein, ſtöhnte ſie. Ich erhole mich.
Nach einer Weile fuhr ſie fort:
Ich geſtehe Ihnen, Fürſt, daß ich mir damals ein⸗ bildete, eine Heroine, ein Engel an Kraft und Ent⸗ ſagung zu ſein. Ich wollte Selma und Rodewald verbinden, ich wollte, daß ſie einig würden, ich lenkte das Herz des Kindes meiner Nichte mit Gewalt, ich zwang ſie, in Heinrich das Alles ſchon zu finden, was ſie vielleicht noch nicht ſuchte. Ich kann, ich darf Ihnen nicht ſagen— Ihnen nicht, Prinz— was mich be⸗ ſtimmte, von der Welt ſcheidend die Beruhigung mit⸗ zunehmen, daß Rodewald und nur Selma ſich lieb⸗ ten, keine Andere, keine Andere...


