Teil eines Werkes 
5. Bd. (1851)
Entstehung
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wird, wo ſie Ihnen Werth haben dürften, ich ſchil⸗ dere ſie Ihnen, um Ihnen zu zeigen, daß zwiſchen Ihrem Zorn, Ihrem Mistrauen, Ihrem Haß Her⸗ zen, Erinnerungen, vergangene Seligkeiten und über⸗ wundene Qualen zittern und zu ſchonen ſind. Ich will Sie vom Standpunkte der gemeinen Neugier, der Sie mich vielleicht zeihen, auf einen höheren führen. Denken Sie an die Stunde, wo Sie einſt Helenen d'Azimont am See von Enghien zum erſten Male entgegentraten oder der Tage, da Louiſon Armand an den Ufern der Rhone Sie zum erſten Male ſah!

Egon machte eine Bewegung... nicht der Rüh⸗ rung, ſondern des Unmuthes. Er mochte von Pau⸗ linen an Verhältniſſe nicht erinnert werden, zu deren Kenntnißnahme ſie ihm nicht würdig ſchien: von Je⸗ dem vielleicht, von Paulinen nicht.

Pauline, ſeine Kälte wohl bemerkend, fuhr fort:

Mein Prinz, ſeit dem Tage, als ich in dem klei⸗ nen Abteigarten von Ragaz mit meiner Führerin, Char⸗ lotte Ludmer, luſtwandelte und der Blumen mich er⸗ freute, die dem ſteinigen Boden an einem kleinen Spring⸗ brunnen entſproſſen, als mir Heinrich Rodewald da zum erſten Male entgegentrat, in ſeiner hohen, männ⸗ lichen Schöne, in braunen Locken, in edler, freier Stirn, halb noch etwas Militairiſches in ſeinem We⸗

Die Ritter vom Geiſte. V. 33