Teil eines Werkes 
5. Bd. (1851)
Entstehung
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Uebermuth war aber für Paulinen zuviel. Sie erhob ſich und ſchleuderte einen durchbohrenden Blick auf den jungen Mann, der jetzt das Recht zu haben glaubte, ſie verächtlich zu behandeln.

Ich kenne dieſe Denkwürdigkeiten, wiederholte ſie mit ſtolzer Miene, aber wie? wenn ich ſie vernich⸗ tet hätte?

Wenn Sie mit dieſer Möglichkeit nur drohen, Ma⸗ dame... ſo exiſtiren ſie noch! ſagte Egon, und ich ſchwöre Ihnen, ich verlaſſe Ihr Haus nicht, bis ich nicht weiß, was meine Mutter mir in ihrer letzten Stunde hat berichten, auf meinen Lebensweg zuru⸗ fen wollen!

Pauline lächelte jetzt verächtlich.

Ich denke nicht an Drohungen, ſagte ſie, und ich denke nicht an Rechtfertigungen, aber ich will, daß Sie von dieſer Frage jeden niedrigen Standpunkt aus— ſchließen. Deshalb beding' ich, daß Sie mich hören!

So reden Siel ſagte Egon und nahm, ihr gegen— über an dem gemalten Kaminvorſetzer, Platz.

Auch Pauline kehrte in ihre frühere Stellung auf dem Seſſel zurück. Nach einigen Augenblicken begann ſie:

Amanda von Bury, Anna und Pauline von Mar⸗ ſchalk waren drei Freundinnen, innigſt verbunden ſeit ihrer früheſten Kinderzeit. Faſt gemeinſchaftlich war