32 erſt an die Diener überbrachte, wer weiß, ob er nicht augenblicklich das Wiederſehen mit einem Weſen ge⸗ feiert hätte, das durch eine einzige kurze Phantasma⸗ gorie ſeine ganze Einbildungskraft wieder beherrſchte. V Es iſt die Gräfin geweſen, ſagte ihm Louis auf⸗ richtig. Sie harrte vielleicht des Augenblickes, wo du im Garten dich zeigen ſollteſt und entſchlief oder 1 träumte wachend von dem Glück, dir nahe zu ſein.
Es war nicht ganz wahr, als Egon darauf erwiderte: Ich kann ſie noch nicht ſehen. Ich fühle mich noch nicht ſtark genug, ihre Freude zu ertragen.
3 1 Indem fiel ſein Auge auf eine in ſeinem künftigen 6 Arbeitszimmer auf einem großen grün verhangenen Tiſche aufgeſtellte kleine Galerie alter Bruſtbilder mit ſchwarzen oder verblaßten goldnen Rahmen.
Was ſollen dieſe Bilder? fragte er erſtaunt. Schon lange, antwortete Louis, harrt dieſe kleine Galerie des Augenblicks, wo du in ihnen die letzten Reſte des Andenkens an deine Mutter begrüßen wür⸗
deſt, mein Freund... Und mit dieſem Anblick, mit dieſen erläuternden
3 Worten fiel es wie Schuppen von Egon's Geiſte. 1 Gott im Himmell! rief er, dieſe Bilder... da iſt „.
... träum' ich? Wach' ich? Ja, ja— Das war's,
worauf ich in der Nacht des Fiebers ſchon einmal fiel...
—
da, Esi
von Seit von
ſchor ferne


