Teil eines Werkes 
5. Bd. (1851)
Entstehung
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Blume auf die grünſeidene Decke von Egon's Bett geworfen, die ſeine Gedanken verwirrte, bald ertönte in den entlegenen Zimmern des Palais der Klang einer Harfe, die Helene mit einiger Virtuoſität zu ſpielen verſtand. Egon erfuhr zuletzt von Louis Ar⸗ mand ſelbſt die Anweſenheit jener ſchönen Frau, aus deren Armen er ſich in dieſem Frühjahr auf der rei⸗ zenden Villa von Enghien gewaltſam losgeriſſen hatte. Er ſeufzte. Das Uebermaß ihrer Liebe ſchien ihn nicht zu beglücken. Es kamen Briefe mit einer un⸗ verfänglichen, geſchäftlichen Außenſeite... man er brach ſie harmlos; ſie waren von Helenen. Als ſie die Ueberzeugung gewann, daß dieſe Briefe geleſen wurden, gab ſie jeden Morgen ihrem Geliebten das Tagebuch ihrer Sehnſucht und Beobachtung des kal⸗ ten ſteinernen Palaſtes, der ihr ſo grauſam noch den Angebeteten entzog.

Ein ſolches Blatt überreichte Louis ſeinem Freunde auch heute..

Egon nahm es mit gelaſſener Miene. Er hielt das aus der Enveloppe genommene zierlich duftende Papier mit feinen Arabesken und der gemalten Krone und den ſilbernen Buchſtaben H. d'A. lange in der Hand, ehe er ſich entſchließen konnte, es zu leſen.

Wenn ich dem Leben erhalten bleibe, ſagte er nach