Teil eines Werkes 
5. Bd. (1851)
Entstehung
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erkennen und ſehnſuchtsvoller einſt dem Tode von ſelbſt in's Auge blicken.

Sie ziehen uns nicht nach... wiederholte Egon und ſchwieg eine Weile. Dann fuhr er ſich mit ſtrei⸗ chelnder Hand über ſein leidendes edles Antlitz und hielt lächelnd einige Haare hin, die ihm dabei in der Hand geblieben waren.

Immer mehr, immer mehrl ſagte er ſchmerzlich. Auf der Stirn ſieht es herbſtlicher aus als unter dieſen Bäumen und Blumen. Sieh, wieviel Laub wieder in der Hand geblieben! Da! Noch mehr! Noch mehr! Ich ſah mich geſtern im Spiegel... Ich habe Mitleid mit mir ſelbſt und könnte um mich weinen,

Ein Nervenfieber, ſagte Louis, nimmt viel vom alten Menſchen mit und gibt dafür einen neuen wie⸗ der. Selbſt wenn deine Stirn ſo hochgewölbt bliebe, würde ſie jetzt erſt recht die Stirn eines Denkers ſchei⸗ nen. Allein die gütige Natur nimmt nur die Zeugen deines Leidens mit und gibt dir bald die Begleiter neuer Freuden.

Und wenn ſie nicht kämen? fragte Egon lächelnd, doch beſorgt um ſein Aeußeres, das man bisher ſchön genannt hatte...

Sie kommen, ſie kommen! tröſtete Louis. Freilich