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und der prunkloſen Ausübung der Muſik fand und noch in dieſem Augenblicke die beſcheidene Sorgfalt
ihres Herzens gegen ihr faſt ganz fremde Menſchen
walten ließ; hier ihre Schweſter, im blendendſten Schmuck, ebenſo leidenſchaftlich, nur äußerlich kälter, wie ihr Beſuch, den ſie nicht am kleinen Theetiſch, am dampfenden Comfort, unter einem Akazienbaum, an einer Wand beſchattet von wildem Weine empfing, ſondern in das blau⸗ und golddrapirte Zelt führte, auf einen Divan, hinter Camelien und rankenden Ge⸗ wächſen, die ſich um die ſchweren bronzenen Stäbe des Zeltes und die herabhängenden goldenen Quaſten ringelten.
Helene d'Azimont war klein und zart. Woher ſie ſchöner war, als ihre ältere Schweſter, konnte man kaum begreifen, wenn man faſt denſelben Schnitt des Geſichtes entdeckte. Es war dieſelbe Bildung der Formen und doch von unendlich verſchiedener Wir⸗ kung. Das Enſemble an der Gräfin war reizend, die Linien unendlich harmoniſcher, ihre Verbindung belebt und voll Anmuth. Sie ließ ſich, obgleich der Fürſtin ganz ähnlich, doch mit dieſer kaum vergleichen Jede Bewegung der Helene d'Azimont war Leben. Die langen Augenwimpern zitterten, der ſchöne kirſch⸗ rothe Mund bebte, die wie Emaille glänzenden Zähne


