Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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12 2 drapirte Zeltgemach und erfreute ſich des wirkungs⸗

vollſten Abhubes ihrer Figur von der dunklen Um⸗

gebung, als ein Wagen vorfuhr und durch das offen-

ſtehende Portal gleich in das Haus einlenkte. Daß eine Dame leicht und behend vom ſchnell herabge laſſenen Tritte herunter und auf die Strohdecken ſprang, die unter dem Unterbau des Hauſes vor der Ein⸗ gangspforte ausgelegt waren, ſah Pauline nicht; ſie ſah nur das Einlenken des Wagens in die geöffnete Gartenthür, ahnte aber wer es war, ließ ſich nicht

erſt anmelden, wer kam, ſondern ging der Kommen⸗-.

den entgegen. Sie war vollkommen darauf vorbe⸗ reitet, daß ſich ihr die Gräfin d'Azimont mit einem Strom von Thränen an die Bruſt warf... Welch ein Gegenſatz zwiſchen zwei Geſchwiſter⸗ paaren! Drüben die ruhige, faſt phlegmatiſche Adele Wäſämskoi im Kreiſe ihrer Kinder, geregelt und be⸗ vormundet von einem einfachen, ſtrengen, mathema⸗ tiſch geordneten, praktiſch bürgerlichen deutſchen Ver⸗ ſtandesmenſchen; hier dieſe wilde leidenſchaftliche Halb⸗ pariſerin, die ſchon auf der Treppe ſo laut ſchluchzte, daß die Ludmer die erſtaunten Bedienten entfernen mußte!... Druͤben die weiche, ſanftmüthige Anna von Harder, die ihren Lebensberuf in der Pflege eines wunderlichen Greiſes, in milden Werken der Liebe

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