Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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Pauline war geſchmackvoll von Natur und nur durch ihre üppige Phantaſie manchmal etwas zu überladen. Aber darin zeigte ſie ſich als Virtuoſtn, daß ſie nie⸗ mals in großer Geſellſchaft erſchien, ohne nicht ihre Toilette nach dem Farbenton der Zimmer einzurichten, in welchen ſie erſcheinen ſollte. Sie beſann ſich regel mäßig, wenn ſie eingeladen war, in welchem Zimmer die Geſellſchaft ſie begrüßen würde und wählte dar nach die Farbe ihrer Kleider. Es war ihr ſchon ge ſchehen, daß ſie bei der Trompetta, die einmal nach Vollendung eines Albums, das ſie für arme Ueber⸗ ſchwemmte herausgegeben hatte, alle Dichter einlud, deren Beiträge das Album füllten, ein neues wun⸗ derſchönes grünes Kleid nur unter der Bedingung an⸗ zog, daß ſie der Trompetta erſt ein Sopha mit ceriſe⸗ rothem Sammet überzogen ſchicken durfte. Die Trom⸗ petta hatte nämlich nur dunkle Möbel und ſträubte ſich ſehr, beſonders vor einigen frommen Lyrikern, ſich auch auf ceriſerothen Sammetmöbeln betreffen zu laſſen. Die Geheimräthin kam aber nur unter dieſer Bedin⸗ gung, daß ſie ihr grünes Kleid auf rothem Sammet zeigen durfte. Si non e vero... man erzählte es wenigſtens. 2 6 n

Eben noch prüfte Pauline den Effect ihres hellen bibliſchen Coſtüms gegen das dunkelblau mit Gold