Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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ein Bild zu merken, das er noch einſt von dem An⸗ tonius und der Cleopatra malen wollte.

In dieſer Tracht, die ihr wirklich vieleFrais verurſachte, nämlich die Mühe der Ueberlegung und die moraliſche Mühe einer ihr gar nicht mehrgeläu⸗ figen Eitelkeit, ſtieg denn gegen ſieben Uhr Frau von Harder in ihre oberen Zimmer.

Sie durchmuſterte ſie und fand ſie noch nicht ge lüftet genug. Es war ihr heiß in dem ſommerlichen Abend geworden. Der Maraboutfächer mußte die

Glut ihrer Stirn kühlen, die leider zu roth, zu roth,

ach zu roth war... Sie haßte eigentlich dieſe obe⸗ ren Appartements, der Ueberzahl ihrer Spiegel wegen. Welche Verſchwendung, ſagte ſie oft, an dieſer ver leumderiſchen indiscreten Compoſition! Und noch an jedem Spiegel waren zwei Wandleuchter und jeder Wandleuchter mit mindeſtens drei Kerzen angebohrt! Aber ſie mußte dieſe Zimmer und nicht den Garten⸗ ſalon wählen; denn hier nur gab es Niſchen zu trau⸗ lichem Zwiegeſpräch, zeltartig drapirte Alkoven mit Tapetenthüren zu kleinen Cabineten mit Divans, die unter Blumen verſteckt waren. In einem dieſer Zelte, das ſpäter von einer herabhängenden Ampel matt erleuchtet werden konnte, prüfte ſie, wie wol ihr Anzug gegen den Hintergrund abſtechen würde.