Teil eines Werkes 
4. Bd. (1851)
Entstehung
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räthin mit den friſcheſten Farben. Sie wählte heute einen leichten Seidenſtoff, weiß und roth geſtreift. Ihrem ſtolzen Semiramishaupte gab ſie etwas von ihrer eige⸗ nen und Heinrichſon's Erfindung, eine Art bibliſchen Turbans, wie man ſich etwa Rebecka denken mochte bei Eliezer's Gruße am Brunnen. Dies weiße Kaſhe⸗ mirgewinde, ſtolz und frei getragen, ſtand ihr gar ſtattlich. Das eine Ende des Bundes, mit goldenen Franſen, hing ſchwer über die rechte Schulter herab, die natürlich, wie die ganze Büſte, ſehr ſtark weiß geſchminkt wurde, um durch eine große umſtändliche Florgeſchichte, die wiederum ganz patriarchaliſch, jedoch mehr im Stile der Hagar, als ſie mit Ismael in die Wüſte zog, um Nacken und Hals geſchlungen wurde, blendend hindurchzuſchimmern. Die magern Arme hatten ſich derſelben Prozedur des Puderns zu unterwerfen. Sie waren, ein ſeltenes Wagniß, heute ganz frei und wurden mit den ſchwerſten Armbändern behängt. Wenn ſie mit einer leichten, wellenförmig gerundeten Bewegung des rechten Oberarmes ganz wie in Gedanken einmal an das hängende Ende ihres Turbans fuhr und die goldenen Troddeln, ſchwerer wiegend, hin⸗ und herſchwankten, ſo gab das einen ganz hübſchen Effect, den der elegante Maler Hein richſon oft bewundert und erklärt hatte, ihn ſich für