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Die„junge Excellenz“ hatte ſich in der That erſt gegen Mittagszeit eingefunden und verrieth ſo ſehr alle Kennzeichen eines böſen Gewiſſens, daß die beiden Frauen(denn auch die Ludmer nahm ſich von ſelbſt die Freiheiten heraus, die Pauline durch ihre Stellung behaupten durfte) in einen grimmen Zorn geriethen und ihm„kindiſche Streiche“ vorwarfen, über die er beichten ſollte.
Der Geheimrath machte eine ſehr verblüffte Miene. Er legte ſich aufs Leugnen und blieb bei den Ver⸗ ſicherungen ſeines Dienſteifers und der in dem Möbel⸗ wagen deshalb abſichtlich zugebrachten Nacht mit aller Hartnäckigkeit eines Schulknaben, der den alten Satz der Jeſuiten: Si fecisti, nega! mit einer ſolchen Sicher⸗ heit durchführt, daß die Lehrer ſelber an ihm irre werden und von ſeiner Unſchuld aufs vollkommenſte überzeugt ſein müſſen.
Excellenz geſtanden den Verluſt des Bildes ein, bekannten ſich aber für völlig„unſchuldig“ und droh⸗ ten mit einer Unterſuchung, die ſie ſchon auf's Nach⸗ drücklichſte gegen den Hohenberg'ſchen Juſtizdirector von Zeiſel hätten einleiten laſſen. Kurt Henning Detlev Harder zu Harderſtein vertröſtete die Frauen damit, daß ſie ohne Zweifel bald ſehr klar ſehen würden... Wie geſagt, da die Geheimräthin den Brief von


