Teil eines Werkes 
3. Bd. (1852)
Entstehung
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ihr wol abmerken ließe und worin ſie wol ſo eigen⸗ thümlich wäre, wie man ſagte. Und ſonderbar! Ihr Eigenthümliches war eben Das, daß ſie ganz einfach war und immer nur ein gütiges Ja! und Nein! ſagte, wo man vielleicht eine geiſtreiche Entgegnung hätte anbringen können. Zehnmal entfuhr ihr ein bei⸗ ſtimmendes herzliches So! Zehnmal ein verwundertes Ach! Ganz einfach, wie jedem natürlichen Menſchen, deſſen Ohr und Herz dem Herzen Deſſen folgt, der mit ihm ſpricht...

Vielleicht waren aber auch dieſe einfachen Zu⸗ ſtimmungen ein klein wenig der Ausdruck eines in— nern Grübelns, wo ſie Siegbert hinbringen ſollte...

Endlich fand ſie es...

Nach einer Pauſe, wo die Mittheilungen an die gefährliche Grenze der Erwähnung Paulinen's von Harder und der Gräfin d'Azimont angekommen wa⸗ ren und man über die betrübende Aehnlichkeit in den Verhältniſſen zweier ſich entfremdeter Geſchwiſter⸗ paare mit verlegenem Stocken innehielt, ſagte Anna von Harder, die jedoch über Helene d'Azimont mit Güte ſprach, über ihre Schweſter völlig ſchwieg, halb zu Siegbert, halb zu den Kindern die freund⸗ lichen Worte:

Die kleine Paulowna bindet da an den Finger