Teil eines Werkes 
3. Bd. (1852)
Entstehung
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Rudhard dankte für dieſe freundliche Bewillkomm⸗ nung und erzählte, wie warm die Mutter Adelen's der Landräthin Anna von Harder zu gedenken pflegte.

Eine Vorſtellung der andern Perſonen fand nicht ſtatt, doch kannte Anna ſogleich von Anſehen die Ober⸗ hofmeiſterin, der ſie ſich ehrerbietig verneigte.

Auf Siegbert aber warf ſie einen Blick, als wollte ſie ſagen:

Ei! Du blonder junger Mann mit dem ſchüchter⸗ nen, ehrlichen Antlitz! Wo hab' ich denn dich ſchon

geſehen? Man hatte nun Manches auszutauſchen, was zu gegenſeitiger Annäherung diente... Siegbert war ein

wenig auf Kohlen, wie das Geſpräch ſo gar perſön— lich wurde und auf eine Menge Erinnerungen zurück⸗ ging, bei denen Anna vertraulich die Hand der Für⸗ ſtin hielt, ihr in's Auge ſah und aus ihm die alte Zeit, die Mutter und die Vorſtellung von dem Vater dieſer Kinder hervorſuchen wollte. Er dankte recht der luſtigen Paulowna, die allerhand Späße mit ihm trieb und ihn wol nicht hätte gehen laſſen, wenn er nun auch aufgeſtanden wäre..

Auch Rudhard erzählte vom Vergangenen, wäͤh⸗ rend die Altenwyl ſchweigſam lauſchte und faſt lauerte, wie ſich Anna von Harder entwickeln würde, was ſich