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durch einen ſchweren auch gelbſeidnen Vorhang von dieſem Zimmer getrennt war.
Das Schlafzimmer hatte kein eignes Fenſter und wurde nur durch die Fenſter der beiden Zimmer, die es verbanden, gelüftet. Das Bett war einfach und ver⸗ rieth in ſeiner geringen Aufladung einen abgehärteten faſt männlichen Sinn. Das war kein Bett zum ſü⸗ ßen Träumen, ſondern zum wirklichen Ausruhen von ernſtem Wachen!
Ebenſo war das zweite vertrautere Boudoir, das nach hinten hinausging zu dem Winkel, den im Garten der vorgeſchobene Anbau des Gartenſalons und das Frontgebäude bildeten, ſichtlich nicht zum bloßen Staate beſtimmt. Hier lebte Pauline wie ſie war. Zur Rechten lag der Eingang in eine große Garderobe, wo in Schränken rings an allen Wänden ihre Kleider hingen. In dieſem zweiten Boudoir war Alles grün. Auch der Vorhang, der nach dieſer Seite das Schlafzimmer trennte, war grün, von einfacher Seide. Hier lagen Bücher und Schriften wild durcheinander, Papiere zerriſſen im Papierkorbe, Siegel und Siegelwachs in reichſter Anzahl und von wirklichem Gebrauche zeugend. Im blauen Zimmer mit den gelben Vorhängen ſah man wol auch Spuren von Thätigkeit, auch einen Papierkorb, auch Siegel⸗
Die Ritter vom Geiſte. III. 2


