Teil eines Werkes 
3. Bd. (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

——xx———— ————,„, ,——

16

einen kleinen Verbindungsgang aus dem Gartenſalon in ihre Zimmer.

Dieſe lagen je nach ihrer Stimmung nach vorn oder hinten.

In dem Zimmer nach vorn empfing ſie nähere Bekannte, in dem, das nach hinten lag, dachte und grübelte ſie; beide waren durch ihr Schlaf⸗ zimmer, einen nach beiden Seiten hin offenen Alkoven, getrennt.

Das vordere Boudoir war ungemein geſchmack⸗ voll und auch ganz ſo eingerichtet, als wenn ſie immer in ihm verweilte. Ein Schreibtiſch von Ja⸗ karandenholz, ſehr zierlich gearbeitet und mit den reichſten Schnitzereien eingefaßt, trug alle jene kleinen Geräthſchaften, Briefbeſchwerer, Siegel, Statuetten, Viſitenkartenhalter, wie man ſie bei einer ſo gewählten Einrichtung anzutreffen pflegt. Alles lag hier zierlich und wohlgeordnet nebeneinander. Das Zimmer war hellblau. Die Seſſel alle mit gelbem Plüſch über⸗ zogen. Auch die Vorhänge fielen gelb von den im Sommer ſonnengeplagten Fenſtern herab. Hier ſah man eine Bibliothek mit koſtbaren Einbänden, eine Etagere mit den„Souvenirs“ und Geſchenken einer ziemlich langen Lebensperiode, dazwiſchen Blumen, jedoch nur geruchloſe, des Schlafzimmers wegen, das