wenden ſollte, überraſchte ſie und alle Welt der Thron⸗ wechſel.... Ein junger Herrſcher ergriff das Scepter anfangs mit ſchüchternen Händen, als er aber eine junge liebenswürdige Gattin gefunden hatte und mit ihr einen ſehr gewählten Beirath vom Hofe ſeiner Schwiegerältern, als Mitgift, wie man ſpottete, er⸗ hielt, trat er ſicherer und ſelbſtändiger auf. Anfangs war nichts ſo ſehr aus der Mode als das junge Kö— nigspaar. Man beachtete es kaum. Man beſpöttelte ſeine Neigungen und erklärte beide Theile für be⸗ ſchränkt. In kurzem aber wendete ſich das Blatt. Das Herrſcherpaar wurde Mode. Seine Geſinnung fing an den Ton anzugeben. Alles richtete ſich nach der neuen Sonne, der es wirklich, ſo hoch ſie ſtand, zwei Jahre mühſeligen Ringens gekoſtet hatte, durch die Wolken der„Geſellſchaft“ hindurchzudringen. Plötzlich kam nun das Einfache,„Seelenvolle“, Beſcheideue, Beſchränkte, Häusliche in die Mode. Das „Geniale“ wurde verabſchiedet. Man las gerade nicht fromme oder frömmelnde Schriften, aber man las un⸗ ſchuldige, reine, ſeelenläuternde, naive. Die frivolen Sittengemälde der großen Welt wurden ignorirt. Man „portirte“ ſich für das Einfache, Naive, Ländliche. Pauline, noch niedergedrückt von ihrem Nadasdi, ſah
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