Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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381 an ſeinem Arme, krank damals und elend, hing und wir vom Tode ſprachen, der mir damals ſo möglich bevorſtand.. Rodewald ſtieg langſam mit mir auf einen Hügel vor der Stadt und zeigte mir die große im Sonnenglanze hingegoſſene Ebene. Ergriffen von dem Lichte und dem Sonnenſchein, dem Grün und dem duftigen Nebel, dem Violet der fernen Berge und dem blauen Aufblitz einer Ecke vom Lago di Garda, ſagte er: Wenn du ſtirbſt, Pauline, ſo wirſt du mir nicht ein Reſtchen Gift zurücklaſſen, wie Romeo Julien. Da muß es ein anderes Mittel ſein!.... und damit zog er den Dolch, daß ich laut aufſchrie und bebend zurückfuhr. Es war aber nur ein Scherz von ihm, er glaubte an meine Krankheit nicht, er glaubte nicht an meinen Tod und an den ſeinen noch weniger. Es ſtand ihm aber ſo ſchön, ſo halb zu ſpielen und halb zu philoſophiren! Ich entriß ihm den Dolch, er lachte und ſagte: er hätt' ihn ſich bei einem Alterthümler gekauft, während ich in der Santa Maria die Gräber betrachtete. Mir Albernen war es Bedürfniß, ſeine Worte für Ernſt zu nehmen, ich er⸗ griff das tödtliche Inſtrument, verbarg es, gab es ihm nicht zurück... Zwei Jahre darauf, in Landeck, hätt' ich es ihm in die Bruſt ſtoßen mögen und als ich genas, in Ems.. da mir ſelbſt!