Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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Pauline von Harder— denn in ihrem Hauſe be⸗ finden wir uns— warf ſich erſchöpft und mißgeſtimmt auf eines der rings im Ueberfluß vorhandenen Pol⸗ ſter und ſprach zu Charlotte Ludmer, ihrer vieljähri⸗ gen Wirthſchaftsführerin und innig befreundeten Ver⸗ trauten, die eben ein großes langes Papier auf den Tiſch gelegt hatte, mit matter Stimme die Worte:

So haben wir denn wirklich Nichts gefunden und alle Mühe, alle Umſicht und Sorgfalt ſind vergebens geweſen!

Ich komme immermehr zu der Ueberzeugung, ſagte Charlotte Ludmer, die Vertraute, indem ſie eine kleine Doſe von gedrechſeltem Horn aus ihrem Rockſchlitz griff und wie ein Mann in aller Form eine Priſe nahm, ich komme immermehr zu der Ueberzeugung, daß die Sage von den für die Veröffentlichung be⸗ ſtimmten Denkwürdigkeiten der Fürſtin Amanda von Hohenberg ein leeres Gerücht iſt.

Unſern Unterſuchungen nach zunſchließen, ſagte die Geheimräthin Pauline von Harder, möchte man glau— ben, daß du Recht haſt, Charlotte. Haben wir wol eine Spalte, eine Ritze unerforſcht gelaſſen! An jeden Boden klopften wir, ob er hohl iſt, in jedes Polſter fuhr ich mit dieſem ſpitzen Dolche, den mir Rodewald einſt in Italien ſchenkte, und von dem ich nie geahnt