Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

miſett, das oben in eine Art Halskrauſe endete und ſeinem Antlitz mit den ſchönen dunkeln Locken, die über die Schultern herabrollten, etwas Neckiſches, ja Zierliches, Stutzerhaftes gab. In der rechten Hand trug der Knabe ein Stöckchen mit einem goldenen klei⸗ nen Knopf und fuchtelte damit in der Luft hin und her, während ſein linker Arm in dem des Vaters hing, neben dem er graziös und ſich ihm faſt zärt lich anſchmiegend einherſchritt, faſt wie ein Mädchen. Dankmar konnte beide Luſtwanderer genau be⸗ trachten; denn oft ſtanden ſie ſtill, wandten den Blick wieder rückwärts und ſahen ſich die Gegend, die ſie ebenſo wie ihn zu erfreuen ſchien, gründlichſt an. Endlich hielen ſie an einem der Wege, die zum Schloſſe hinaufführten, inne. Sie ſchienen unſchlüſſig, ob ſie ihn einſchlagen und auch Hohenberg beſich⸗ tigen ſollten. Der Kleine verrieth durch ſeine zure⸗ denden Gebehrden, daß ihn die Neugier recht ſtachelte, zum Schloß hinaufzuſteigen. Zu den Gäſten, die dort oben ihr Weſen treiben, dachte Dankmar, gehö⸗ ren ſie nicht. Oder iſt der Vater vielleicht geneigt, dieſe Beſitzung zu kaufen? Er mußte ſich ſogleich ſagen, daß der Fremde trotz unverkennbarer Bildung etwas von einem Landmann hatte. Seine Geſichts⸗ züge waren ſehr fein und edel, ja ſie hatten ſogar

etw Ael mö

ſch