Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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wärmere Wort entquoll den welkeren Lippen, die da⸗ mals, als ſie roſig waren, ſelten gebebt, ſelten gezittert hatten und ſelbſt dann nicht gezittert, wenn den Vater der Schmerz darüber verzehrte. Das ſind ſo Stimmungen in den Herzen der Kinder, wo ſie die Erde aufwühlen und die theuern Todten aus der Gruft wecken möchten, um ihnen zu ſagen: Was haſt du gelitten und wir verſtanden es nicht? Was haſt du von uns fodern dürfen und wir erſetzten dir nichts? Warum lebtet ihr nicht ſo lange, daß ihr euch ganz verſtandet? Warum ſieht nun jetzt Einer nicht die Trauer des Andern?.... Bei ſolchen Erinnerungen kommt natürlich auch in ein ſonſt ſo weltliches Gemüth, wie das unſers Dankmar, ein ernſter Anflug jener Stimmung, die uns ja auch die unerſchütterliche, auf die ewige Gerechtigkeit begrün⸗ dete Nothwendigkeit des Wiederſehens dieſer unſerer Lieben wie eine Gewißheit in die Hand giebt, die dem Granit der Berge gleicht.

Von den Gäſten, die zum Schloſſe gingen, ſah Dankmar auch den Juſtizdirector mit ſeiner kleinen anſpruchsvollen, runden Frau, von der Hackert geſagt hatte, ſie kenne Schlurcks ſchwache Seiten. Dankmar vermied auch dies Paar, indem er um die Mauer

ging, die das Amthaus und den dazu gehörigen