bäumen allzudüſter beſchatteten Fenſterſcheiben der Pfarrerwohnung. Der Pfarrer und ſeine Frau, beide faſt feſtlich geſchmückt, verließen gerade, als er ſo in Gedanken und Herzensvergleichen ſtand, die Woh⸗ nung... wir wiſſen, daß ſie zum Schloſſe hinauf— gingen. Dankmar trat zurück, um nicht geſehen zu werden. Er vergegenwärtigte, Guido Stromern prü⸗ fend, ſich den doch viel ehrwürdigern Vater und die theuere Mutter, die jetzt daheim einſam in dem Sterbe⸗ hauſe zu Angerode ihre Wittwenzeit vertrauerte. Dieſes Pfarrerpaar dort ging ſo ſtumm, ſo kalt neben ein⸗ ander! Stumm und kalt? ſagte er ſich... und gedachte der Vergangenheit. Ach! Er mußte ſich geſtehen, daß auch ſeine Aeltern nicht immer in jün— geren Jahren auf einen Ton geſtimmt waren.... Eine Thräne ſtand ihm im Auge, als er der Zeiten ſich entſann, die ihm als Kind nicht verſtändlich waren, jetzt aber klarer vom Jüngling begriffen wur⸗ den, der Zeiten, wo der Vater auch oft Noth hatte, ſich mit einer ſchönen, gutherzigen, aber zuweilen anſpruchsvollen, aufbrauſenden und eigenſinnigen Frau zu vermitteln. Später, als die Mutter an ihrer eige⸗ nen Familie, beſonders an einem heißgeliebten ver⸗ ſchollenen Bruder viel Leids erfuhr, ebnete ſich auch in ihrer Bruſt der etwas ſchroffe Sinn und manches
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