Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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nicht zu weit ſein. Dankmar hörte deutlich, wenn die von einem Waldbach getriebenen Räder wahrſcheinlich ſtanden und die großen Sägen wieder friſch geſchärft wurden. Es klang das ſo hell und klingend herüber, daß er anfangs glaubte, in dem Walde da oben läge eine Kirche verborgen und die Glocke riefe jedes Chriſtenherz, ſie in ihrem grünen Verſtecke aufzuſuchen. Dankmar war eine verſtandesklare dialektiſche Na⸗ turz doch wenn auch das Gemüth bei ihm öfters ſchlummerte, ſo lebte es doch unter der Decke der Gedanken. Er beſaß unter Anderm auch die ſchöne Eigenſchaft gemüthlicher Naturen, daß er das Anmu⸗ thige und Wohlthuende nie für ſich allein empfinden mochte, ſondern zugleich auch mit für Die, die er liebte und die er bei ſeinem Genuſſe anweſend wünſchte. Er gedachte, als er am Abend ſeiner Ankunft ſogleich noch einen Spaziergang im Orte und ſeiner nächſten Umgebung machte und die Schönheiten des Eindrucks in vollen Zügen einſog, ſogleich ſeines geliebten, zu früh geſchiedenen herrlichen Vaters, der, wie hier in Pleſſen jetzt der ihm unbekannte Pfarrer, ſo in Thal⸗ düren ſtill und reichern Looſes würdig gehauſt hatte. In den kleinen Kindern, die da im Entenpfuhl wa⸗ teten, erkannte er ſich und Siegbert wieder. Er betrachtete wehmüthig die dunklen, von den Linden⸗

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