Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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den die Natur pflegte, wenn auch vielleicht die Men ſchenhand erlahmt war, ſeit die Zuſtände der Herrſchaft ſich ſo ins Ungewiſſe verliefen. Auch ordnen die

Geringen ſich lieber einer kraftvollen Macht unter, als einem ſchlaffen und ungeregelten Regimente. Dieſe Bauern und Häusler waren frei, aber nicht in dem Grade, ſich ganz auf eigene Hand unabhängig zu fühlen. Ihre Abgaben an den Fürſten Waldemar waren ſchon ſeit lange capitaliſirt. Die neue Zeit hatte wol an den vielen kleinen noch übriggebliebenen Laudemialgefällen rütteln können, aber nicht an den einmal beſtimmten Abfindungsſummen. Da gab es nun Mismuth, Unfriede, Zorn, Gewaltthat genug. Doch wirkliche Widerſetzlichkeiten zeigten ſich nur in Randhartingen, dem größten und ſelbſtändigſten Orte im Hohenberg'ſchen, im Ullagrunde, wo neben einem reichen Bauer, Namens Sandrart, viele Arme wohn⸗ ten, in Schönau, wo dem Fürſten von Hohenberg manche Gerechtſame gehörten und der Haidekrüger Juſtus, noch entſchiedener aber Droſſel, der Wirth zum Gelben Hirſche, die Leidenſchaften in Gährung hielt. Hier in Pleſſen merkte der Herrſchaftsdirektor von Zeiſel nicht ſo auffallend, wie bedenklich ſeine Stellung wurde. Pleſſen hing vom Schloſſe und dem Leben auf ihm ſeit Jahren ab. Und ſchon ſeit Jahren fehlte die von oben