Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Entstehung
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ſtande dieſer Beſitzungen zu unterrichten. Die letzte

Annahme ſchien ihm nach längerer Erwägung faſt die richtigere und der Natur des Fremden entſpre⸗ chendere. Denn ſo edel und männlich ihm Alles erſchien, was der junge ihm an Jahren nur wenig vorangeſchrittene Fremde in Worten und Benehmen geäußert hatte, ſo war doch Dankmar Wildungen ſchon Kenner der menſchlichen Seele genug, um ſich zu ſagen, daß bei Egon von Hohenberg, wenn er es war, die Kräfte des Verſtandes das vielleicht verſteck⸗ tere oder unentwickeltere Gemüth überwogen. Wie wenig hatte er ſich von dem Förſter Heuniſch auf dem gelben Hirſch über ſeine Mutter berichten laſſen! Weit mehr dagegen, beſonders als ſie beide vor die Thür des Wirthshauſes gegangen waren und Dank⸗ mar ihr lautes Geſpräch hören konnte, hatte er der gegenwärtigen Verfaſſung dieſer ſeiner mehr als zweifelhaft gewordenen Beſitzungen nachgeforſcht. Dankmar griff in ſolchen Beurtheilungen nicht fehl. Wie ſich eine ſeelenvolle, rein gemüthliche Natur äußert, konnte er durch keinen Vergleich ſicherer treffen, als durch den mit ſeinem theuern, ältern Bruder Siegbert, der einen kindlichen Glauben an die Men⸗ ſchen beſaß und die Jahre, die er vor Dankmarn voraus hatte, nur gewonnen zu haben ſchien, um