Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

279 gehört. Haben Sie dieſelben je zuvor zu bethätigen

Ja, und vielleicht nicht ohne einige Gefahr. Immerhin wünſchte ich ihr einen Freund für das Leben an die Seite, welcher ſie zu ſchätzen wußte und ihr mehr Gerechtigkeit widerfahren ließ, als ein roher engherziger Bruder, an dem ihre viele

Meine Art von Freundſchaft gegen ſie iſt frei⸗ lich eine ganz andere, als die Ihrige, und ich will Ihnen ſagen, wie ich's dabei halte. Ich will ſie davor bewahren, ihrem Vater ungehorſam zu ſein und Schande über ihn zu bringen. Ich will ſie davor bewahren, daß ſie ſich nicht an Sie wegwirft, daß ſie ſich nicht ſelbſt zum Geſpött von Stadt und Land macht, und daß ſie nicht von einem Mann wie Ihr Vater verhöhnt wird, der wohl der Mei⸗ nung lebt, ſie ſei nicht gut genug für ſeinen Sohn. Sie wiſſen ſelbſt recht wohl, welche Gerechtigkeit und welche Liebe Sie ihr in Ausſicht ſtellen können. Ich laſſe mich nicht durch ſchöne Worte beſtechen, ſondern urtheile nach den Handlungen. Komm' mit, Maggie.

Er ergriff bei dieſen Worten Maggie am rechten Arm. Das Mädchen ſtreckte ihre linke Hand aus. Philipp faßte ſie einen Moment mit einem einzigen Glutblick und eilte dann von hinnen.

Tom und Maggie gingen ſtumm einige Schritte neben einander her. Er hielt ſie noch immer feſt am Handgelenk, als zerre er eine Schuldige fort von dem Schauplatz ihrer Unthat. Endlich machte Maggie mit einem gewaltſamen Ruck ihre Hand los, und ihr lang verhaltener Zorn kam zum Ausbruch.