Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
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fragenden Blick auf Maggie's Geſicht warf; er las

die Antwort in den blaſſen, halboffenen Lippen und in dem angſtvollen Ausdruck ihrer großen Augen. Ihre Phantaſie, die ſtets weit über den unmittel⸗ baren Eindruck hinauseilte, vergegenwärtigte ihr bereits, wie ihr großer ſtarker Bruder den ſchwachen Philipp packte, zu Boden warf und mit Füßen trat.

Iſt dies die Handlungsweiſe eines CEhren⸗ manns? begann Tom im Tone bitteren Hohns, als Philipp ſeine Blicke wieder auf ihn richtete.

Was wollen Sie damit ſagen? verſetzte Phi⸗ lipp ſtolz.

Was ich damit ſagen will? Weiter zurück von mir, damit ich nicht Hand an Sie lege dann ſollen Sie hören, was ich ſagen will. Sie haben die Unwiſſenheit eines jungen Mädchens mißbraucht und die Thörin zu geheimen Zuſammenkünften mit Ihnen veranlaßt. Sie haben ſich unterſtanden, mit der Achtbarkeit einer Familie, die auf ihren Ruf und ehrlichen Namen hält, Ihr Spiel zu treiben.

Das läugne ich, unterbrach ihn Philipp mit Heftigkeit.Wie könnte ich mein Spiel treiben mit irgend etwas, was von Einfluß auf das Glück Ihrer

Schweſter iſt? Sie liegt mir viel mehr am Herzen,

als Ihnen; ich ſchätze ſie höher, als Sie ſie je ſchätzen können, und würde mein Leben für ſie hin⸗ geben.

Verſchonen Sie mich mit ſolchem hochtrabenden Unſinn, Sir. Wollen Sie mir weis machen, Sie hätten nicht gewußt, daß es ein Schimpf für ſie ſei, Woche um Woche hier mit Ihnen zuſammen zu kommen? Glauben Sie, ein Recht zu haben, ihr