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von dieſem Augenblick an verzichtete ihr Geiſt darauf, gegen das, was ihr grauſam und unvernünftig vor⸗ kam, anzukämpfen, und ihre Selbſtvorwürfe mußten dem Bruder Recht geben.
„Tom,“ ſagte ſie mit erſtickter Stimme,„es war unrecht von mir— aber ich fühlte mich ſo allein— und ich hatte Mitleid mit Philipp. Auch glaube ich, daß es Sünde iſt, Haß und Feindſchaft im Herzen zu tragen.“ 5
„Unſinn!“ verſetzte Tom.„Deine Pflicht war klar genug. Was braucht's noch vielen Redens? Ich verlange Dein Verſprechen in den Worten, die ich Dir vorgeſagt habe.“
„Ich muß noch einmal mit Philipp ſprechen.“
„Das kannſt Du ſogleich thun, aber ich werde dabei ſein.“
„Ich gebe Dir mein Wort, nicht mehr mit ihm zuſammenzukommen oder ihm zu ſchreiben ohne Dein Vorwiſſen. Zu weiter verpflichte ich mich nicht; auch will ich, wenn Du'’s verlangſt, es mit der Hand auf der Bibel bekräftigen.“
„So thu' es.“
Maggie legte ihre Hand auf die Manuſcriptſeite und wiederholte ihr Verſprechen. Tom ſchloß das Buch und ſagte:
„So, jetzt können wir gehen.“
Unterwegs wurde keine Sylbe geſprochen. Mag⸗ gie litt ſchmerzlich im Vorgefühl der Erſchütterung, die Philipp bevorſtand, und zitterte bei dem Ge⸗ danken an die bitteren Worte, welche verausſichtlich Tom ihm zuſchleuderte; aber es blieb ihr keine an⸗ dere Wahl, als ſich zu fügen. Furcht und Gewiſſens⸗


