Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

273

bereiten könnte... aber ich fühle auch für Philipp. Er iſt nicht glücklich.

Ich verlange nichts von Deinen Gefühlen zu wiſſen und habe Dir meine Meinung bereits geſagt. Wähle und zwar ſchnell, eh' die Mutter herein kömmt.

Ich gebe Dir mein Wort, das mich ſo gut verpflichten wird, als wenn ich die Hand auf die Bibel lege; dieſe iſt nicht nöthig, um mich zu binden.

Thu', was ich ſage, entgegnete Tom.Ich kann Dir nicht trauen, denn es iſt keine Feſtigkeit in Dir. Leg' die Hand auf dieſe Bibel und ſprich: Ich entſage von nun an allem Verkehr mit Phi⸗ lipp Wakem. Sonſt bringſt Du Schande auf uns Alle und Kummer über den Vater. Was nützt es mich dann, mich abzumühen und mir Alles zu ver⸗ ſagen, um des Vaters Schulden zu bezahlen, wenn Du in dem Augenblick, in welchem er ſein Haupt wieder aufzurichten vermöchte, die Saat des bitterſten Schmerzes und des Wahnſinns in ſeine Seele pflanzeſt?

O Tom, werden die Schulden bald bezahlt ſein? erwiederte Maggie, ihre Hände zuſammenſchlagend; und ein Strahl der Freude zuckte durch ihren Jammer.

Wenn es ſo ausfällt, wie ich erwarte, ja, verſetzte Tom.Aber, fügte er mit einer vor Un⸗

willen bebenden Stimme bei,während ich alle

meine Kraft aufbot, um dem Vater noch einigen Seelenfrieden zu bereiten, eh' er ſtirbt mich ab⸗ arbeitete für die Ehre der Familie haſt Du Alles gethan, was Du konnteſt, um beides zu zerſtören. Maggie fühlte ihr Gewiſſen auf's Tieſſte ergriffen: Eliot, Die Mühle am Floß. II. 15