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ſie wagte nicht einmal den Theelöffel zu ergreifen, damit man nicht ſehe, wie ſie zitterte. Sie hielt ihre Hände unter dem Tiſch verſchlungen und getraute ſich nicht umherzuſchauen. Zum Glück ſaß ihr Vater neben Onkel Pullet auf ihrer Seite und konnte ihr nicht in's Geſicht ſehen, ohne ſich vorwärts zu beugen. Die Stimme ihrer Mutter, die dem Geſpräch eine andere Wendung geben wollte, brachte ihr zuerſt eine Erleichterung; denn Mrs. Tulliver gerieth ſtets in Unruhe, ſo oft in der Gegenwart ihres Mannes Wakems Name berührt wurde. Maggie errang allmählich ſo viel Faſſung, um aufſchauen zu können; ihre Augen begegneten denen von Tom, der jedoch den Kopf ſogleich abwandte. Abends ging ſie mit banger Sorge zu Bette, ob nicht ihre Verwirrung Argwohn erweckt habe. Vielleicht war ihre Furcht ungegründet, und er ſuchte wohl den Grund ihrer Unruhe in dem Umſtand, daß ihre Tante vor ihrem Vater Wakems Namen genannt hatte; ſo deutete ſich nämlich ihre Mutter ihr Erröthen. Auf ihren Vater machte es die Wirkung einer entſtellenden Krank⸗ heit; er fühlte, daß er ſie tragen mußte, gerieth aber außer ſich, wenn er bemerkte, daß auch Andere ihr Vorhandenſein anerkannten. Maggie dachte daher, ihre Empfindlichkeit im Intereſſe ihres Vaters könne, 44 deutlich ſie ſich auch kund gebe, nicht auf⸗ allen.
Doch Tom beſaß einen zu ſcharfen Blick, um ſich mit einer ſolchen Deutung zu beruhigen; er hatte klar genug geſehen, daß Maggie's maßloſer Ver⸗ wirrung etwas Anderes zu Grund liegen mußte, als die Sorge um ihren Vater. Während er alle


