daß vom ächten Dodſongeiſt, mit alleiniger Aus⸗ nahme ihrer ſelbſt, bald wenig mehr vorhanden ſein dürfte, wenn nicht etwa in den Neffen weit in der Welt draußen, die den Familiennamen trugen, ein beſſerer Sinn fortlebte. Leute, die fern wohnen, ſind natürlich weit weniger mangelhaft, als diejenigen, welche wir ſtets unter den Augen haben, und wenn wir die bei Seite geſchobene geographiſche Lage der Aethiopier und den Umſtand in's Auge faſſen, wie wenig die Griechen mit ihnen verkehrten, ſo iſt es wohl überflüſſig, ſich in tiefergehende Unterſuchungen einzulaſſen, warum Homer ſie„untadelig“ nannte.
Mrs. Deane war die erſte, welche anlangte, und als ſie in dem großen Sprechzimmer Platz genom⸗ men, kam Mrs. Tulliver mit ihrem hübſchen Geſicht, das ein wenig verzerrt war, wie wenn ſie weinen wollte, zu ihr herunter; die arme Frau war nämlich keine Natur, die viele Thränen vergießen konnte, die Augenblicke etwa ausgenommen, in welchen die Ausſicht auf den Verluſt ihrer Einrichtung ihr allzu lebhaft vor die Seele trat, obſchon ſie fühlte, daß es unter den obwaltenden Unſtänden nicht paſſend war, ganz ruhig zu erſcheinen.
„Oh, Schweſter, was iſt dies für eine Welt!“ rief ſie, als ſie eintrat.„Welcher Jammer— o Himmel!“
Mrs. Deane war eine Frau mit dünnen Lippen, die bei beſonderen Anläſſen kleine, wohlüberlegte Reden hielt und nachher dieſelben ihrem Mann vorſagte, um von ihm zu hören, ob ſie nicht ganz paſſend geſprochen habe.
„Ja, Schweſter,“ verſetzte ſie bedächtig;„es iſt eine Welt voll Wechſel, und wir wiſſen heute nicht,
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