Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
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Drittes Kapitel.

Der Familienrath.

Am andern Morgen um eilf Uhr ſollten ſich Tanten und Onkel einfinden, um Familienrath zu halten. In dem großen Sprechzimmer war geheizt, und die arme Mrs. Tulliver befreite unter dem verwirrten Eindruck, daß ſich's um einen wichti⸗ gen Anlaß wie etwa um ein Leichenbegängniß handle, die Klingelſchnur, machte die Vorhänge los und legte ſie in die gehörigen Falten; dann betrachtete ſie mit wehmüthigem Kopfſchütteln die polirten Blätter und Füße der Tiſche, welchen ſelbſt Schweſter Pullet nicht einen Mangel an zureichendem Glanz zum Vorwurf machen konnte.

Mr. Deane kam nicht er war in Geſchäften abweſend. Aber Mrs. Deane fand ſich pünktlich ein in dem ſchönen neuen gedeckten Gig mit dem Livrékutſcher, welcher unter einigen ihrer weiblichen Bekannten von St. Oggs über mehrere Züge in ihrem Charakter ein ſo klares Licht geworfen hatte.

r. Deane hatte ſich in der Welt ſo raſch empor⸗ geſchwungen, als es mit Mr. Tulliver abwärts ge⸗ gangen war, und in Mrs. Deanes Hand begann die Leinwand und das Silberzeug der Dodſone einen ganz untergeordneten Rang, bloß den eines Lücken⸗ büßers für die ſchöneren derartigen Artikel einzuneh⸗ men, die in den letzten Jahren angekauft wor⸗ den. Dieſer Wechſel hatte eine gelegentliche Kälte zwiſchen ihr und Mrs. Glegg herbeigeführt, welche fühlte, daß Suſanne wie die Anderen wurde, und