Teil eines Werkes 
2. Bd. (1861)
Entstehung
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der mit uns ſprechen kann. Und Du ſollteſt auch reden, wie ich, Tom Du ſollteſt nicht dulden, daß Jemand dem Vater Vorwürfe macht.

Faſt athemlos von ihrer Aufregung und in ihrem Zorne verließ Maggie das Zimmer und nahm wie⸗ der ihren alten Platz ein an der Seite des leiden⸗ den Vaters. Ihr Herz fühlte ſich ihm mehr als je zugeneigt bei dem Gedanken, daß die Leute ihn tadeln möchten. Maggie konnte das Tadeln nicht leiden; man hatte ihr ganzes Leben über ſtets an ihr getadelt, ohne daß dabei etwas herausgekommen wäre, als Verdruß und Aerger. Ihr Vater hatte ſie ſtets in Schutz genommen und entſchuldigt, und die liebevolle Erinnerung an ſeine Zärtlichkeit wurde in ihr zu einer Kraft, welche ſie befähigt haben würde, um ſeinetwillen Alles zu thun oder zu leiden.

Tom empfand es etwas mißfällig, daß Maggie in ihrem plötzlichen Losbrechen ihm und der Mutter ſagen wollte, was ihnen zu thun obliege. Sie hätte etwas Beſſeres lernen können, als ſich in ſo trotziger und anmaßender Weiſe zu benehmen. Er folgte ihr kurz nachher nach dem Gemach des Vaters; aber der Anblick, der ihm dort entgegentrat, ergriff ihn in einer Weiſe, daß die ſchwächeren Eindrücke der vorigen Stunde ſich alsbald verwiſchten. Als Maggie ſeine Rührung bemerkte, ging ſie auf ihn zu, und wie er neben dem Bette Platz nahm, ſchlang ſie ihren Arm um ſeinen Hals. So vergaßen denn die beiden Kinder alles Andere in dem Gefühl, daß ſie denſelben Vater hatten und derſelbe Kummer ſchwer auf ihren Seelen laſtete.