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mitleiderregender erſchien, da man etwas Aehnliches
an der ſonſt ſo ruhigen kräftigen blonden Frau, deren Gemüthserregungen nie tief zu gehen pflegten, nicht gewöhnt war.„John Haxey hat ſie gewoben und mir das Stück ſelbſt auf ſeinem Rücken in's Haus gebracht— ich meine ihn noch zu ſehen, wie ich unter der Thüre ſtand; und ich dachte damals noch nicht daran, euren Vater zu heirathen. Den Model habe ich ſelbſt ausgewählt— und der Zeug kam ſo ſchön von der Bleiche, und ich zeichnete die
Stücke, wie nie ein anderes gezeichnet worden iſt—
man muß das Tuch zerſchneiden, wenn man die Zeichen herausbringen will, da ſie einen ganz be⸗ ſonderen Stich haben. Und das ſoll nun Alles ver⸗ kauft werden und in fremde Häuſer kommen, wo man die Tafeltücher vielleicht mit dem Meſſer zerſchneidet und ſie abgenützt ſind, eh' ich todt bin. Du wirſt nichts davon erhalten, mein Sohn,“ ſagte ſie, mit thränen⸗ vollen Augen zu Tom aufblickend,„und doch hatte ich ſie Dir zugedacht— alle, die dieſen Model haben. Maggie hätte die mit den großen Würfeln erhalten— ſie nehmen ſich nicht ſo gut aus, wenn gedeckt iſt.“
Tom fühlte ſich tief ergriffen; es fand jedoch un⸗ mittelbar darauf ein Rückſchlag des Unwillens ſtatt. Sein Geſicht glühte, als er ſagte:
„Aber werden die Tanten zugeben, daß Alles verkauft wird, Mutter? Wiſſen ſie von dem Stand unſerer Angelegenheiten? Meint Ihr, ſie werden Eure Leinwand in fremde Hände kommen laſſen? Habt Ihr nicht nach ihnen geſchickt?“
„Ja, ich ſendete Lucas ſogleich zu ihnen, als


