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eben ſo zu zittern, wie Tom. Die beiden armen Ge⸗ ſchöpfe hielten einander feſt umſchlungen— beide zit⸗ ternd— der eine in unbeſtimmter Furcht, die andere vor dem Bild einer ſchrecklichen Gewißheit. Als Maggie wieder ſprach, that ſie es nur in flüſternden Lauten.
„Und.... und.... der arme Vater....“
Maggie konnte nicht weiter. Aber die Un⸗ gewißheit war für Tom unerträglich. Seine Be⸗ ſorgniſſe begannen ſich zu einer unbeſtimmten Vor⸗ ſtellung von Haft wegen nicht zahlbarer Schulden zu geſtalten.
„Wo iſt der Vater?“ rief er ungeduldig.„Sprich ohne Rückhalt, Maggie.“
„Er iſt zu Hauſe,“ verſetzte Maggie, welche auf dieſe Frage leichter zu antworten vermochte;— „aber,“ fügte ſie nach einer Pauſe bei...„nicht in einem Zuſtand wie ſonſt... Er ſtürzte vom Pferd... und hat ſeitdem Niemand erkannt, als mich... er ſcheint alles Bewußtſein verloren zu haben Oh, Vater, Vater.“
Mit dieſen letzten Worten brach Maggie in ein um ſo heftigeres Schluchzen aus, je mehr Zwang ſie ſich vorher hatte anthun müſſen, um es niederzukämpfen. Tom fühlte jene Beklemmung des Herzens, welche keine Thränen aufkommen läßt. Er konnte ſich nicht wie Maggie, die zu Haus geweſen, den Jammer in der Heimath aus der Anſchauung vergegenwär⸗ tigen, fühlte aber doch die erdrückende Wucht eines Unglücks, für das es keine Abhilfe zu geben ſchien. Er ſchlang ſeinen Arm faſt krampfhaft um die ſchluch⸗ zende Maggie, obſchon ſein Geſicht ſtarr und thränen⸗ los blieb und ſeine Augen einen verſtörten Ausdruck
Eliot, Die Mühle am Floß. I. 22


