Teil eines Werkes 
1. Bd. (1861)
Entstehung
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haften ließ, ihr junges Geſicht einen eigenthüm⸗ lich traurigen Ausdruck. Als Tom eintrat, be⸗ grüßte ſie ihn nicht mit Worten, ſondern ging nur auf ihn zu, ſchlang ihren Arm um ſeinen Hals und küßte ihn mit Innigkeit. Da er an ihre verſchiedenen Stimmungen gewöhnt war, ſo fand er in dem un⸗ gewöhnlichen Ernſt ihrer Begrüßung nichts Beun⸗ ruhigendes.

Was treibt Dich an dem frühen kalten Morgen hieher, Maggie? Biſt Du in dem Gig gekommen? fragte Tom, als ſie auf dem Sopha Platz nahm und ihn an ihre Seite zog.

Nein; ich kam mit der Poſtkutfche und bin vom Schlagbaum bis hieher zu Fuß gegangen.

Aber wie kommt's, daß Du nicht auf Deiner Schule biſt? Die Vacanz hat noch nicht begonnen.

Der Vater brauchte mich daheim, ſagte Mag⸗ gie mit einem leichten Beben der Lippe.Ich bin vor drei oder vier Tagen nach Haus gekommen.

Iſt etwa dem Vater nicht wohl? fragte Tom ängſtlich.

Nicht ganz, verſetzte Maggie.Er iſt ſehr unglücklich, Tom. Der Proceß iſt ausgegangen, und ich bin gekommen, um es Dir zu ſagen, weil ich dachte, es ſei beſſer, du erfahreſt es, eh' du nach Hauſe kämeſt; denn in einem bloßen Brief habe ich es Dir nicht mittheilen wollen.

Der Vater hat ihn doch nicht verloren? rief Tom, haſtig von dem Sopha aufſpringend und mit plötzlich in die Taſchen geſteckten Händen vor Mag⸗ gie hintretend.